William in Threads of Light
William in Threads of Light
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william-in-threads-of-light zeigt weniger einen Mann als das, was von ihm übrig bleibt, wenn fast alles weggenommen wird. Aus einer ansonsten unberührten Acrylglas-Oberfläche erheben sich ein Gesicht und ein Kragen als ein Feld feiner Kratzer, während die Augen, der Bart und der lange Fall des Umhangs dunkel bleiben, zurückgefaltet in das Material, aus dem sie hervorgingen.
Das Motiv ist Wilhelm von Oranien, eine Gestalt, deren Name untrennbar mit Macht verbunden ist, die errungen, verteidigt und schließlich verloren wurde. Dieses Porträt verweilt nicht beim Herrscher oder beim Staatsmann. Es verweilt bei dem privaten Moment vor oder nach diesen Rollen, das Gesicht gefangen in einem schmalen Lichtband, während der Rest des Mannes verborgen bleibt, als hätte die Geschichte selbst uns nur dies zugestanden.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Bild entsteht vollständig durch kontrollierte Kratzer, die in das Acrylglas eingearbeitet sind, ein Feld einzelner Markierungen, das sich zu einem Kragen, einem Wangenknochen, einer Stofffalte zusammenfügt und den Rest ins Schwarze zurückkehren lässt. Das Bild ist nicht auf die Oberfläche aufgetragen, es ist ihr entnommen, Beschädigung in Struktur verwandelt.
Das Bild ist stets präsent, im Tageslicht wie im Schatten gleichermaßen. Das Licht erschafft es nicht, es schärft es, und unter direktem Licht fangen die Kratzer einen stillen Glanz und halten ihn fest, während sich der Kontrast vertieft. Aus verschiedenen Winkeln betrachtet liest sich das Porträt jedes Mal anders, ohne sich je zu verlieren, die Halskrause und die Stirn wechselnd zwischen einem sanften Schimmer und einer härteren, präziseren Klarheit.
Aus der Distanz verdichtet sich das Werk zu einer einzigen monumentalen Präsenz, einem Gesicht, das im Licht gegen ein Feld der Dunkelheit gehalten wird. Aus der Nähe löst sich dieses selbe Gesicht in unzählige einzelne Striche auf, eine Oberfläche, die niemals vollständig erklärt, wie Ähnlichkeit aus der eigenen Abwesenheit entstanden ist.
william-in-threads-of-light setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildwelten durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung statt durch Pigment oder Druck konstruiert werden und in der das öffentliche Bild eines Herrschers auf ein einziges menschliches Gesicht zurückgeführt wird, das im Licht gefangen ist. Dieses Werk ist einzigartig.
„Ein Mann, an den man sich weniger für das erinnert, was er trug, als für das, was noch immer das Licht einfängt."
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