The Quieter Self
The Quieter Self
Ein minimales zeitgenössisches Kunstwerk über die innere Stimme, die Dualität und das Selbst, das nur in der Stille spricht.
Sie ist im Profil zu sehen, still und gefasst vor einer tiefen, ununterbrochenen Dunkelheit. Ihre Gestalt tritt nicht durch Farbe oder Linie hervor, sondern durch den Kontrast, der sie in Licht und Tiefe formt. Schauen Sie länger, und eine zweite Präsenz erscheint, ein kleineres Profil, eingebettet in ihre Kehle, als trüge der Körper ein anderes Selbst in sich.
Keine Farbe wurde aufgetragen. Kein Druck wurde angewandt. Keine Tinte zeichnet die Oberfläche. Das Bild ist ganz aus Abwesenheit gebaut, aus Tiefe, die das Licht sammelt und als Form zurückgibt. Was dem Auge erscheint, ist nicht hinzugefügt, sondern offenbart, durch Kontrast und die besondere Beschaffenheit des umgebenden Raums hervorgelockt.
Vom anderen Ende des Raums ist das Werk monumental und still. Eine einzelne Silhouette vor dem Dunkel, die eine Stille trägt, die nichts verlangt. Treten Sie näher, und die Oberfläche wird zu einem Feld der Tiefe, in dem jede Leerstelle ihr eigenes Gewicht trägt, jeder Schatten eine bedachte Abwesenheit.
Die Stimme in uns spricht selten laut. Sie lebt im angehaltenen Atem, im geformten, aber nicht ausgesprochenen Wort, im Gedanken, der sich nach innen statt nach außen wendet. „The Quieter Self“ gibt jener inneren Präsenz Form, dem Selbst, das alles, was wir sagen, prägt, indem es gerade darunter verweilt.
Während sich das Licht wandelt und der Betrachter sich bewegt, erscheint und entzieht sich das kleinere Profil. Aus bestimmten Winkeln verschwindet es beinahe, als wäre die innere Stimme still geworden. Aus anderen kehrt es mit leiser Beharrlichkeit zurück, unverkennbar präsent innerhalb der größeren Form. Das Werk hält nicht still. Es wandelt sich mit dem Raum, der Stunde, dem Auge, das schaut.
„The Quieter Self“ setzt die Serie Art with Void von Tijs Dragtsma fort, in der Bildlichkeit durch Tiefe und Abwesenheit statt durch Farbe oder Druck entsteht. Eine visuelle Sprache, in der Abwesenheit keine Leere ist, sondern Präsenz.
„Nicht was gesagt wird. Was gehalten wird.“
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