The Last Exhale of Iron
The Last Exhale of Iron
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"The Last Exhale of Iron" hält den Moment kurz nach dem Aufbruch fest. Der Zug ist bereits fort, in das Dunkel jenseits des Bildrahmens getragen, und was bleibt, ist ein einzelner Dampfstoß, schwebend über einem leeren Bahnsteig, noch immer die Form von etwas haltend, das vor wenigen Sekunden noch lebendig war in Bewegung.
Ein hartes Licht fällt direkt von oben und schneidet den Bahnsteig aus einem Schwarz heraus, das so tief ist, dass es sich anfühlt wie der Rand der Welt. Alles andere, die Menge, der Lärm, das Ziel, ist bereits mit dem Zug gegangen. Was bleibt, ist negativer Raum, Stille und eine einzige zerbrechliche Spur Wärme, die ins Dunkel abkühlt.
Es liegt etwas still Menschliches in einem Bahnhof, nachdem der letzte Zug abgefahren ist. Es ist ein Ort, der für Abschiede gebaut wurde, und dieses Bild hält den Moment fest, in dem ein Abschied technisch gesehen vorbei ist, aber noch nicht gefühlt wird. Der Dampf ist der letzte Atemzug des Eisens, was einer Maschine einem Seufzer am nächsten kommt, und er verharrt dort, als wäre er zögernd, sich aufzulösen.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Bild ist in die Oberfläche des Acrylglases geritzt, aufgebaut durch kontrollierte Kratzer anstatt durch etwas Hinzugefügtes. Der Bahnsteig, der Dampf, das fallende Licht, all das existiert wegen dem, was weggenommen wurde, nicht wegen dem, was obenauf aufgetragen wurde. Abwesenheit, sichtbar gemacht durch Abwesenheit.
Das Bild ist immer präsent. Licht verleiht ihm Tiefe: unter direktem Licht fangen die Kratzer den Glanz dieser einzelnen Lichtquelle von oben auf und halten ihn fest, der Kontrast vertieft sich, der Dampf scheint zu treiben, das Schwarz wird schwärzer. Es liest sich von verschiedenen Winkeln unterschiedlich, ohne jemals das Bild zu verlieren. Licht erschafft das Bild nicht. Es schärft es.
Aus der Ferne liest sich die Arbeit als ein einzelner kinematografischer Ausschnitt, monumental und still. Geht man näher heran, löst es sich in ein Feld kontrollierter Oberflächenschäden auf, jeder Kratzer eine kleine Entscheidung, die zusammen Rauch, Eisen und Licht aus nichts als dem Entfernen formen.
"The Last Exhale of Iron" setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bilder durch kontrollierte Oberflächenschäden anstatt durch Pigment oder Druck konstruiert werden. Eine visuelle Sprache, in der Schaden keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
"Manche Abschiede sind am lautesten in der Stille, die sie hinterlassen."
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