The Joker in Shadow
The Joker in Shadow
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Er steht fast verschluckt von der Dunkelheit, eine Hand erhoben, als wäre er mitten in einer Geste ertappt worden, die andere locker an seiner Seite hängend. Das Gesicht ist das Einzige, woran das Auge zunächst festhalten kann, gestreift und uneben, irgendwo zwischen Farbe und Wunde, unverkennbar der Joker. Alles andere, der Anzug, der Raum, der Grund, warum er dort ist, wurde der Dunkelheit zurückgegeben.
Es ist kein Pigment im Spiel. Der Joker ist nicht auf das Acrylglas gedruckt oder gemalt, seine Präsenz ist direkt darin eingraviert, aufgebaut durch kontrollierte Kratzer, die eher entfernen als hinzufügen. Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Was Sie sehen, ist das, was weggenommen wurde, nicht das, was aufgetragen wurde.
Das Bild ist immer präsent, bei Tageslicht oder in einem unbeleuchteten Raum, ob ein Licht darauf gerichtet ist oder nicht. Licht erschafft es nicht, es schärft es. Unter einer direkten Lichtquelle fangen die Kratzer den Schein auf und halten ihn fest, der Kontrast vertieft sich und die erhobene Hand scheint weiter aus dem Schwarz herauszureichen. Aus einem anderen Winkel betrachtet fügt sich dieselbe Figur in ein ruhigeres Register, präsent, aber zurückgezogen, nie verschwunden.
Der Joker war immer eine Studie in Widersprüchen, Chaos im Gewand der Ordnung, ein Gesicht, das spielt, während der Mensch darunter verschwindet. Durch Beschädigung statt Pigment aufgebaut, wird dieser Widerspruch strukturell statt illustriert. Der Charakter ist nicht als Bild der Instabilität gemalt, er ist daraus gemacht.
Kommt man von der anderen Seite des Raumes, ist die Figur monumental, eine einzige Silhouette, die ihren Platz gegen die Dunkelheit behauptet. Tritt man näher heran, weicht diese Silhouette einem dichten Feld von Kratzern, einer Oberfläche, die ihr Detail nur der Geduld preisgibt, so wie der Charakter selbst sich dagegen sperrt, vollständig erkannt zu werden.
the-joker-in-shadow setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bilder durch kontrollierte Oberflächenbeschädigungen statt Pigment oder Druck aufgebaut werden. Eine Bildsprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
„Selbst in der Dunkelheit besteht etwas darauf, gesehen zu werden."
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