The Fist of Freddie Mercury
The Fist of Freddie Mercury
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Ein Arm schneidet nach oben in das Dunkel, die Faust geballt, der ganze Körper nach hinten gebogen, als würde das Stadion selbst ihn zu sich ziehen. Das ist Freddie Mercury in Wembley, festgehalten in dem Augenblick kurz bevor die Menge ihm antwortet, und es ist genau die Art von Augenblick, für den Art with Scratch existiert.
Es gibt hier keine Farbe, keinen Druck, keine Tinte. Die erhobene Faust, das helle Hemd, das das Bühnenlicht einfängt, das weitläufige Feld von Gesichtern, das sich hinter ihm im Dunkel erstreckt, nichts davon liegt auf dem Acrylglas. Es ist in die Oberfläche selbst geritzt, aufgebaut durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung statt durch etwas Hinzugefügtes. Das Bild existiert, weil Material entfernt wurde, so wie das Gedächtnis nur das behält, was von Bedeutung war, und den Rest ins Dunkel fallen lässt.
Das Bild ist immer präsent, bei Tageslicht oder im Schatten, ob eine Lampe darauf gerichtet ist oder nicht. Was sich verändert, ist das, was das Licht damit macht. Unter einer direkten Lichtquelle fangen die kontrollierten Kratzer ihre eigene Helligkeit ein und werfen sie zurück, der Kontrast vertieft sich und sein erhobener Arm scheint sich weiter aus dem Schwarz zu heben. Lässt man das Licht im Raum wechseln, zieht sich das Werk in etwas Ruhigeres, Innerlicheres zurück, obwohl das Bild selbst nie verschwindet. Das Licht erschafft es nicht. Es schärft es.
Von der anderen Seite des Raums betrachtet liest sich das Werk als eine klare Silhouette vor Schwarz, monumental, sofort erkennbar, die Faust, die alles sagt, was ein ganzes Stadion einst sagte. Tritt man näher heran, löst sich diese Gewissheit in ein dichtes Feld von Kratzern auf, eine Menge, die als verstreutes Licht dargestellt wird, das sich nie ganz zu einzelnen Gesichtern auflöst, so wie eine Masse von Stimmen zu einem einzigen Klang wird.
Diese Faust ist die ganze Geschichte. Es ist die Geste eines Künstlers, der ein Stadion in einen einzigen angehaltenen Atemzug verwandeln konnte, und es ist auch etwas Privateres, ein kleiner Akt des Widerstands, erhoben gegen ein sehr großes Dunkel. Ein Körper, eine erhobene Hand, und hinter ihm eine Menge, die nur als Lichtpunkte existiert, als fragte das Bild, was von einer solchen Nacht übrig bleibt, wenn der Klang verklungen ist. Dieses Werk ist einzigartig.
The Fist of Freddie Mercury setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung statt durch Pigment oder Druck aufgebaut wird. Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
"Eine Faust, ein Licht, eine Nacht, die nie ganz endet."
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