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The Descent of Christ

The Descent of Christ

Inkl. Steuern.

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Der Körper kommt zuerst als Gewicht an. Ein Torso wendet sich vom Kreuz ab, ein Arm noch an den Balken gebunden, der Kopf tief gesenkt, als hätte der Moment der Lösung gerade erst begonnen. Nichts in diesem Bild ist weich. Jede Muskellinie und jede Falte des Lendentuchs wird von derselben Disziplin gehalten, die die gesamte Komposition trägt, ein Körper gefangen zwischen Leid und Hingabe.

Hier gibt es weder Farbe noch Druck. Die Figur wird nicht auf die Oberfläche des Acrylglases aufgetragen, sie wird ihr entnommen, geformt durch ein Feld einzelner Spuren, die eher wegnehmen als hinzufügen. Wo der Körper Licht einfängt, werden kontrollierte Oberflächenbeschädigungen zu Haut, Sehne und der gespannten Linie eines Arms. Wo die Geschichte zurückweicht, kehrt das Glas zu reinem, unberührtem Schwarz zurück.

Das Bild ist stets präsent, vollständig sichtbar selbst in einem stillen Raum. Licht erschafft es nicht, es schärft, was bereits vorhanden ist. Unter einer direkten Lichtquelle fangen die Kratzer dieses Licht ein und halten es fest, der Kontrast vertieft sich und die Figur gewinnt an Gewicht. Bewegen Sie sich um das Werk herum und der Abstieg liest sich aus jedem Winkel anders, ohne jemals seine Form zu verlieren.

Aus der Distanz liest sich das Werk als eine einzige monumentale Geste, ein Körper, der in einem Augenblick der Stille gesenkt wird, bevor der Fall sich vollendet. Aus der Nähe löst sich derselbe Körper in ein Feld feiner Kratzer auf, jeder Teil einer größeren Struktur, kein Bild, das darüber gezeichnet wurde.

Ein Abstieg ist niemals nur physisch. Es ist der Moment, in dem die Kraft der Schwerkraft weicht, in dem das Heilige endlich wieder einfach menschlich sein darf, gehalten statt erhoben.

The Descent of Christ setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung statt durch Pigment oder Druck aufgebaut wird. Dieses Werk ist einmalig.

"Selbst der Abstieg besitzt seine eigene stille Würde."

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