The Boy Behind the Icon
The Boy Behind the Icon
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In diesem Porträt steckt ein Kind.
In "The Boy Behind the Icon" erscheint Michael Jackson an zwei Momenten in einem einzigen Leben. Das Gesicht, das die Welt als Erwachsener kennt, ist mit dem Gesicht des Jungen, der er einmal war, verschmolzen. Sie stehen nicht nebeneinander. Das eine existiert im anderen, zwei Lebensalter, die dieselben Züge, denselben Blick, dieselbe Oberfläche teilen.
Das Werk ist um die Tragödie einer Kindheit aufgebaut, die zu früh zu etwas anderem wurde. Ein Junge, dem ein außerordentliches Talent verliehen wurde, aber auch ein Leben, in dem Unschuld, Erwartung und Aufführung untrennbar wurden. Das Kind verschwand nicht, als die Ikone hervortrat. Es blieb irgendwo in dem Mann, formte ihn, verfolgte ihn, suchte vielleicht noch immer nach der Kindheit, die er nie ganz haben konnte.
Das Porträt versucht weder, Michael Jackson zu erklären, noch ein Urteil über das Leben zu fällen, das folgte. Stattdessen kehrt es zu etwas Stillerem und Menschlicherem zurück. Vor der Mythologie, vor dem Spektakel, bevor die Welt seinen Namen kannte, war da schlicht ein Kind.
Visuell lösen sich die beiden Lebensphasen ineinander auf. Das jüngere Gesicht taucht aus dem Inneren des Erwachsenenporträts auf, fast wie eine Erinnerung, die unter der Oberfläche gefangen ist. Auf den ersten Blick sieht der Betrachter eine einzige monumentale Ähnlichkeit. Erst mit der Zeit beginnen sich die einzelnen Lebensalter zu offenbaren. Je länger das Werk betrachtet wird, desto weniger gewiss wird es, wo der Junge endet und der Mann beginnt.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte.
Jede sichtbare Linie ist physisch in die Oberfläche des Acrylglases geritzt. Tijs Dragtsma baut das Porträt durch Tausende von kontrollierten Markierungen und absichtlichen Oberflächenbeschädigungen auf und erzeugt Licht, indem er Material entfernt und stört, anstatt Pigment hinzuzufügen.
Dieser Prozess verleiht dem Werk ein ungewöhnliches Verhältnis zu seiner Umgebung. Das Bild ist dauerhaft präsent, aber wechselndes Licht verändert kontinuierlich die Art und Weise, wie es wahrgenommen wird. Wenn sich der Betrachtungswinkel verschiebt, fangen einzelne Kratzer Reflexionen ein und lassen sie los, Bereiche des Porträts vertiefen sich oder verschwinden, und die jüngeren und älteren Gesichter scheinen sich aufeinander zu und voneinander weg zu bewegen.
Von der anderen Seite eines Raumes verschwinden die Kratzer und das Bild wird zu einem Ganzen. Aus der Nähe zerfällt das Porträt in einzelne Narben über die Oberfläche, Markierungen, die isoliert betrachtet fast bedeutungslos erscheinen, aber zusammen ein Leben ergeben.
Dieser Widerspruch liegt im Kern des Werkes.
Gerade die Beschädigungen, die der Oberfläche zugefügt wurden, ermöglichen das Porträt.
Und in dieser beschädigten Oberfläche bleiben die Ikone und das Kind untrennbar.
"The Boy Behind the Icon" ist Teil von Tijs Dragtsma's Art with Scratch*-Serie, in der Bilder ausschließlich durch kontrolliertes Ritzen von Acrylglas konstruiert werden, anstatt durch Pigment, Tinte oder Druck. Dieses Werk ist Teil einer limitierten Auflage von 10.
„Jede Ikone war einmal, schlicht, ein Kind."
Mehr über den Künstler, den Prozess und die Materialien finden Sie auf der Seite Über uns.
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