The Body as Architecture
The Body as Architecture
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"The Body as Architecture" beginnt mit einem Torso, der nach Art einer anatomischen Studie der Renaissance dargestellt ist, jene Art von Bild, die einst gezeichnet wurde, um dem Auge beizubringen, wie ein Körper aufgebaut ist. Hier wird er wieder abgetragen und in Kratzern neu aufgebaut, der Brustkorb erhebt sich durch die Dunkelheit wie eine von innen erleuchtete Struktur, seine Kurve so bewusst gesetzt wie ein Bogengang.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Bild ist in die Oberfläche des Acrylglases geritzt, ein Feld einzelner Spuren, die sich zu Knochen und Muskel verdichten, zu Schulter und Schlüsselbein, zur stillen Architektur, die einen Körper aufrecht hält. Was einst durch Addition gezeichnet wurde, wird hier durch Subtraktion erreicht, kontrollierte Kratzer in das Acrylglas eingeschnitten, bis die Anatomie sich im Licht offenbart.
Im Zentrum der Brust, wo die Rippen auseinandergehen, dreht sich eine kleine Spirale nach innen, ein Treppenhaus, wo ein Herz sein könnte. Es ist das deutlichste Symbol des Werkes, der Körper verstanden nicht nur als Fleisch, sondern als ein gebautes Ding, ein Haus mit einer Struktur, die es wert ist, betreten zu werden, eine Kathedrale aus Knochen, die etwas trägt, das es wert ist, geschützt zu werden.
Das Bild ist stets präsent, ob der Raum hell oder dunkel ist. Licht erschafft das Bild nicht. Es schärft es. Unter direktem Licht fängt der Brustkorb das Licht auf und reflektiert es, der Kontrast vertieft sich, und die Architektur im Inneren der Brust wird fast lesbar als ein Ort statt als ein Diagramm. Es liest sich aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedlich, ohne das Bild jemals zu verlieren.
Von der anderen Seite des Raumes liest sich das Werk als ein einziger leuchtender Torso vor Schwarz, monumental und still. Tritt man näher heran, löst sich derselbe Torso in ein Feld feiner Kratzer auf, jeder ein Teil einer Struktur, die zu komplex ist, um vom Ganzen getrennt zu werden, ähnlich wie ein Körper eine einzige Präsenz ist, zusammengesetzt aus unzähligen arbeitenden Teilen.
"The Body as Architecture" setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bilder durch kontrollierte Oberflächenbeschädigungen statt durch Pigment oder Druck konstruiert werden. Hier findet diese Methode ihr deutlichstes Motiv, einen Körper, der buchstäblich gebaut ist.
"Wir sind nicht Fleisch, das über Knochen drapiert ist. Wir sind Architektur, die atmet."
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