Sworn to the Mist
Sworn to the Mist
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Sworn to the Mist ist ein zeitgenössisches Kunstwerk über Opfer, Widerstand und Stille.
Die Figur steht allein. Das Schwert ist gesenkt. Die Schultern tragen etwas, das die Landschaft sich weigert zu halten. Eine Highland-Silhouette, gefangen im Moment zwischen Entscheidung und Kapitulation, zwischen Klarheit und Schatten. Der Nebel droht nicht. Er wartet.
Das Bild entsteht nicht durch Farbe oder Druck. Es entfaltet sich durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung auf Acrylglas, ein Prozess des Entfernens, nicht des Hinzufügens. Wo die Oberfläche verändert wurde, fängt das Licht ein und hält. Wo nicht, bleibt das Material ruhig. Die Figur existiert, weil etwas weggenommen wurde.
Aus der Distanz liest sich das Werk als monumentale Szene. Die Silhouette ist vollständig, in sich geschlossen, still. Tritt man näher, löst sich das Bild in ein Feld kontrollierter Kratzer auf. Die Präsenz, die Sie von der anderen Seite des Raumes spürten, wird zu Textur, Struktur, Entscheidung.
Seitliches Licht verschiebt das Bild, während der Betrachter sich bewegt. In einer Position erscheint die Figur vollständig. In einer anderen zieht sie sich ins Acrylglas zurück, fast abwesend. Diese Bewegung gehört zum Werk. Sworn to the Mist löst sich nicht auf. Es behauptet seinen Stand, zieht sich dann zurück, genau wie es die Figur tut.
Es steckt etwas in diesem Bild darüber, was es bedeutet zu bleiben. An einem Ort zu stehen, der nicht mehr der eigene ist, in Stille, ohne Prunk. Das Schwert ist nicht erhoben. Das Gewicht ist nicht verborgen. Das ist kein Ruhm. Das ist der Moment nach dem Ruhm, wenn der Nebel der einzige Zeuge ist.
Sworn to the Mist setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bilder durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung anstatt durch Pigment oder Druck aufgebaut werden. Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
"Noch immer stehend. Noch immer schweigend. Noch immer geschworen."
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