Stillness Before Wonder
Stillness Before Wonder
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Stillness Before Wonder öffnet sich auf einen Platz, der nicht existieren könnte, und dennoch eher erinnert als erfunden wirkt. Klassische Bögen stehen in vollkommener Stille, eine Marmorkugel schwebt knapp über dem Boden, als würde sie allein durch den Gedanken gehalten, und eine einzelne gesichtslose Gestalt beobachtet aus der Ferne, klein angesichts der Last dessen, was sie betrachtet.
Nichts in dieser Szene wurde gemalt oder gedruckt. Das Bild existiert, weil die Oberfläche des Acrylglases verändert wurde, mit kontrollierten Kratzern eingeschnitten, die das Licht einfangen und freigeben, während das Auge über sie gleitet. Keine Farbe. Keine Tinte. Der Platz, die Bögen, die Kugel selbst, alles davon ist dem Material durch Entfernung abgewonnen, nicht durch Hinzufügung.
Dort findet das Werk seine stille Kraft. Verändern Sie Ihre Position, oder lassen Sie das Licht im Raum wechseln, und die Szene bewegt sich zwischen Klarheit und Abwesenheit. Die Kugel scheint sich zu verfestigen, um dann wieder in die Dunkelheit aufzulösen. Die Gestalt wirkt im einen Moment sicher, im nächsten unsicher, ähnlich wie die Vernunft selbst, wenn sie vor etwas steht, das sie nicht vollständig erklären kann.
Von der anderen Seite des Raumes liest sich das Werk als ein einziges monumentales Bild, ruhig und architektonisch. Treten Sie näher heran und es wird zu etwas gänzlich anderem, einem dichten Feld von Kratzern, jeder ein kleiner bewusster Strich, der erst aus der Distanz zu Bedeutung wird. Aus der Nähe, Struktur. Aus der Ferne, Stille.
Die Kugel ist das stille Zentrum des Werkes, Vernunft in fester Form, schwebend, unerreichbar. Die Gestalt, die sie betrachtet, trägt die Isolation eines jeden, der jemals vor einer Frage gestanden hat, die zu groß war, um beantwortet zu werden, klein in einem weiten Raum, allein mit dem eigenen Staunen.
Dieses Werk setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch kontrollierte Oberflächenbeschädigungen anstatt durch Pigmente oder Druck aufgebaut wird. Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
"Manche Wahrheiten erscheinen erst, wenn die Oberfläche abgetragen wurde."
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