Sealed Against the Deep
Sealed Against the Deep
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Sealed Against the Deep öffnet sich mit einem einzelnen Objekt, das so nah herangezogen ist, dass kaum etwas anderes im Bildausschnitt überlebt: ein leerer Messing-Taucherhelm, seine runde Frontscheibe zu Ihnen gewandt, und jenseits dieses Glases eine Öffnung aus reinem Schwarz, wo kein Gesicht, keine Augen, keine Antwort warten.
Das Bild existiert, weil Material weggenommen wurde, nicht hinzugefügt. Keine Farbe, kein Druck, keine Tinte berührt diese Oberfläche. Was bleibt, ist durch kontrollierte Kratzer gezeichnet, die in ein tiefblaues farbiges Spiegelglas eingearbeitet sind, eine Farbe, die das Gewicht des Meeres selbst trägt, seinen Druck, seine Kälte, seine Entfernung von allem, was atmet.
Ein dünner heller Rand markiert den Kragen, wo das Messing das letzte verfügbare Licht aufgefangen hätte, während alles dahinter der Dunkelheit weicht, einer absoluten schwarzen Leere, die von allen Seiten eindringt. Der Helm sitzt zentriert im Bildausschnitt, füllt ihn aber niemals aus, sodass die Leere um ihn herum ebenso sehr zum Thema wird wie der Helm selbst.
Die Kratzer sind immer präsent, bei Tageslicht ebenso wie im Schatten. Licht erzeugt dieses Bild nicht, es schärft es: unter einem Streiflicht gewinnt der Rand an Tiefe und der Kontrast zwischen Messing und Schwarz vertieft sich. Was sich mit dem Raum verändert, ist allein der Reflex um das Werk, niemals das Bild selbst, in die Oberfläche des farbigen Glases eingeritzt.
Dieser Reflex ist der Punkt, an dem Sie in das Werk eintreten. Um den Helm herum, im blauen Feld zwischen den Kratzern, sammeln sich der Raum und Ihre eigene Silhouette, sodass das Betrachten eines Helms, der gebaut wurde, um sich gegen die Tiefe zu verschließen, auch bedeutet, sich an seiner Schwelle stehend vorzufinden. Von der anderen Seite eines Raumes liest sich das Werk als ein stilles, monumentales Objekt; aus der Nähe löst es sich in ein dichtes Feld kontrollierter Oberflächenbeschädigungen auf.
Sealed Against the Deep setzt die Art on Mirror-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der gekratzte Bilder in farbiges Spiegelglas eingearbeitet sind und der Betrachter Teil des Werks wird. Eine visuelle Sprache, in der Schaden keine Zerstörung ist, sondern Struktur, und in der der Spiegel das Schauen in Teilnahme verwandelt.
"Manche Tiefen waren nie dazu bestimmt, gesehen zu werden. Nur dagegen versiegelt zu sein."
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