Salvador Dalí
Salvador Dalí
Salvador Dalí ist ein zeitgenössisches Kunstwerk über die Inszenierung, die Präzision und den Blick, der die Exzentrik zum Lebenswerk machte.
Der Kopf neigt sich, ein Auge öffnet sich weiter, als es ein ruhiges Gesicht je zuließe, die Braue wölbt sich, der Mund beginnt etwas zwischen einem Wort und einem Keuchen. Es ist der Dalí-Ausdruck, den er vor jeder Kamera so verlässlich hervorbrachte wie eine Unterschrift, theatralisch, beunruhigend und völlig kalkuliert. Der berühmte Schnurrbart muss kaum in Erscheinung treten. Der Blick trägt die ganze Identität.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Bild existiert in der Tiefe, nicht an der Oberfläche, aufgebaut aus beherrschten Abwesenheiten, die das Licht als ein Gesicht zurückgeben. Das Medium passt fast verdächtig gut zu ihm. Er verbrachte eine Laufbahn damit, eine Wirklichkeit mit Löchern zu malen, zu schmelzen, was halten sollte, und auszuhöhlen, was fest sein sollte, und hier ist sein eigenes Porträt buchstäblich aus Leerstellen gebaut, angeordnet, bis sie ihre Rolle spielen.
Während sich der Betrachter bewegt, schärft und lockert sich der Ausdruck, Manie in dem einen Licht, Kalkül in dem anderen. Das war stets der Kniff. Der Wahnsinn war ein Kostüm, getragen von einem besessenen Handwerker, und es verrutschte in fünfzig Jahren nicht ein einziges Mal.
Salvador Dalí setzt die Serie Art with Void von Tijs Dragtsma fort, in der das Bild durch Tiefe und Abwesenheit statt durch Farbe oder Druck aufgebaut wird. Eine visuelle Sprache, in der Abwesenheit keine Leere ist, sondern Präsenz.
"Der Blick ist kalkuliert. Alles war es."
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