Remembered in Bloom
Remembered in Bloom
Auktion beendet
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Remembered in Bloom ist ein zeitgenössisches Kunstwerk über Erinnerung, Zartheit und die Zerbrechlichkeit dessen, was bleibt. Das Bild taucht aus absoluter Dunkelheit auf, zarte Zweige mit weichen Blüten, die genau an der Schwelle des Sichtbaren zu existieren scheinen.
Vincent van Gogh malte Mandelblüte im Jahr 1890, um die Geburt seines Neffen zu begrüßen. Es war ein Akt der Liebe, der sich der Zukunft entgegenstreckte, in einem Moment, in dem seine eigene ungewiss war. Diese Zweige vor einem hellen, offenen Himmel wurden zu einer der stillsten hoffnungsvollen Gesten, die er je geschaffen hat. Hier kehrt dasselbe Motiv zurück, nicht vor dem Licht, sondern aus der Dunkelheit heraus, so aufsteigend, wie eine Erinnerung es tut, wenn sie ohne Vorwarnung hochkommt.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Bild ist durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung auf Acrylglas aufgebaut. Die Blüten erscheinen nicht, weil etwas dort aufgetragen wurde. Sie erscheinen, weil das Material markiert, verändert, geöffnet wurde. Was sichtbar ist, wurde durch Wegnahme freigelegt, nicht durch Hinzufügen.
Das Licht erledigt den Rest. Während es über die Oberfläche des Acrylglases wandert, bewegen sich die Zweige zwischen Klarheit und beinahem Verschwinden. Die Blumen sind in einem Moment präsent und im nächsten fast fort. Diese Instabilität ist kein Zufall. Sie ist das Werk. Auch die Erinnerung hält nicht still.
Aus der Distanz liest sich die Arbeit als vollständiges Bild, filmisch und still, leuchtend vor dem Dunkel. Wer näher herantritt, sieht das Bild in ein Feld kontrollierter Kratzer zerfallen, von denen jeder das Licht in seinem eigenen Winkel einfängt. Die Blüten existieren nur in dem, wozu sich die Beschädigung verdichtet. Im Muster. In der Gesamtheit der Spuren.
Remembered in Bloom setzt die Serie Art with Scratch von Tijs Dragtsma fort, in der Bilder durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung statt durch Pigment oder Druck aufgebaut werden. Eine Bildsprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
„Was wir erinnern, muss nicht sichtbar sein, um wirklich zu sein.“
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