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Rays Falling on a Silent Multitude

Rays Falling on a Silent Multitude

Inkl. Steuern.

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Eine kolossale schwarze Sonne hängt im Zentrum der Komposition, ihr Rand brennend mit einem strahlend weißen Halo. Darunter fallen dünne vertikale Strahlen wie ein Vorhang zur Erde, und eine schweigende Menschenmenge versammelt sich, um sie zu empfangen, kleine Gestalten Schulter an Schulter unter einem Himmel, der am Mittag dunkel geworden ist.

Die Szene ist von einer Stille durchdrungen, die fast religiös wirkt, jener Art von Stille, die über eine Menge fällt, wenn etwas Größeres als sie selbst über ihnen erscheint. Rays Falling on a Silent Multitude fragt, was es bedeutet, klein vor einem Ereignis zu stehen, das man nicht erklären kann, und trotzdem zu bleiben, gemeinsam, mit dem Blick nach oben.

Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Die schwarze Sonne, der Halo und das Feld der beobachtenden Figuren sind vollständig durch kontrollierte Kratzer geformt, die in die Oberfläche des Acrylglases gearbeitet wurden, ein Bild, das durch Entfernung statt durch Hinzufügen aufgebaut ist.

Das Bild ist immer präsent, im gewöhnlichen Licht ebenso sichtbar wie unter einer Lampe. Licht erschafft es nicht. Es schärft es, vertieft den Kontrast zwischen der Leere im Zentrum und dem Leuchten, das sich darum verbreitet, und das Werk liest sich anders, wenn man daran vorbeigeht, ohne je seine Form zu verlieren.

Vom anderen Ende eines Raumes liest sich die Eklipse als eine einzige monumentale Geste, Schwarz gehalten in Weiß. Tritt man näher heran, löst sich diese Geste in ein Feld kontrollierter Oberflächenbeschädigungen auf, Zeichen, die erst aus der Entfernung wieder zu Bedeutung werden, ähnlich wie die Menge unter dem Halo, als Individuen unkenntlich, als ein Körper unverkennbar.

Rays Falling on a Silent Multitude setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch kontrollierte Oberflächenbeschädigungen statt durch Pigment oder Druck aufgebaut wird.

„Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur."

Mehr über den Künstler, den Prozess und die Materialien finden Sie auf der Seite Über uns.

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