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Ivory Labyrinth

Ivory Labyrinth

Inkl. Steuern.

Demnächst in Auktion

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Ivory Labyrinth beginnt mit einem einzigen Schnitt. Ein Kohlkopf, durch seine Mitte halbiert, öffnet sich wie ein Buch, und innen faltet sich Blatt in Blatt, bis das Muster nicht mehr als Gemüse zu lesen ist, sondern als Fingerabdruck, als Muschel, als Karte eines namenlosen Ortes.

In dieser Form verbirgt sich ein stilles Paradox. Die äußeren Blätter sind rau, verwittert, Wache haltend, während das Herz sich durch enger werdende Spiralen nach innen zieht, als hätte die Privatheit selbst Gestalt angenommen. Jedes Labyrinth verlangt, betreten zu werden, bevor es verstanden werden kann, und dieses verlangt nur, aufmerksam betrachtet zu werden, mehr als einmal.

Hier wird nichts hinzugefügt. Die Rillen und Wirbel, die von innen heraus geschnitzt zu sein scheinen, sind so aufgebaut, wie jedes Werk dieser Serie aufgebaut ist, durch Tiefe und ihre Abwesenheit statt durch Hinzufügung. Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte.

Aus der Entfernung findet das Werk Ruhe in der Stille, eine blasse Form, geschlossen gegen das Dunkel, monumental und schweigend. Tritt man näher heran, öffnet es sich, dieselbe Oberfläche wird zu einem Feld wechselnder Tiefe, das Licht bei jedem Schritt, jeder Stunde, jedem Winkel des Raumes einfängt und wieder freigibt.

Der Kohl, bescheiden und übersehen, wird hier zu einer Architektur konzentrischer Gänge, die dieselbe spiralförmige Logik widerspiegeln, die man in Muscheln, in Fingerabdrücken, in den Ringen findet, die die Jahre eines Baumes markieren. Ein kleines Ding, das monumental wird, und leise fragt, was wir noch alles passieren lassen, ohne es zu sehen.

Ivory Labyrinth setzt die Art with Void-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch Tiefe und Abwesenheit statt durch Farbe oder Druck konstruiert wird. Eine visuelle Sprache, in der Abwesenheit nicht Leere ist, sondern Gegenwart. Dieses Werk ist einzigartig.

„Manche Labyrinthe führen nach außen. Dieses führt nur nach innen."

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