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Horn Rising From Silence

Horn Rising From Silence

Inkl. Steuern.

Demnächst in Auktion

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Das Nashorn erscheint im Profil, sein großes Horn strebt zum oberen Rand des Rahmens, als hätte das Tier an der Schwelle zwischen Sichtbarkeit und Dunkel innegehalten. Der Rest des Kopfes zieht sich in das gefaltete Terrain seiner Haut zurück, eine Oberfläche, die nicht aus einer einzigen, weitläufigen Form besteht, sondern aus einem Feld einzelner Spuren, die sich dort verdichten, wo die Haut sich faltet, und sich dort ausdünnen, wo sie sich vom Licht abwendet.

Hier wurde nichts hinzugefügt. Es gibt keine Farbe, keinen Druck, keine Tinte. Das Bild existiert als Tiefe und kontrollierte Abwesenheit in der Oberfläche selbst, sodass das, was man sieht, weniger ein Bild ist als eine Form, die das Licht zu enthüllen wählt. Gehen Sie daran vorbei oder lassen Sie das Licht im Raum wechseln, und das Horn scheint sich erneut nach oben zu ziehen, das Auge sich zu vertiefen, die Falten der Haut sich wieder in Dunkelheit zu setzen.

Von der anderen Seite eines Raumes liest sich das Werk als eine einzige monumentale Geste, ein Horn, das aus dem Schwarz aufsteigt, ruhig und ungehetzt. Näher betrachtet löst sich diese Stille in ein Feld der Tiefe auf, Spur für Spur, Kamm für Kamm, die gesamte Architektur einer uralten Haut, bloßgelegt in Lichtpunkten und den Räumen zwischen ihnen.

Das Nashorn trägt seine eigene stille Symbolik, ein Tier, dessen Panzer es nicht vor dem Verschwinden schützen konnte, dessen Horn stets sowohl Verteidigung als auch Gefahr bedeutet hat. Hier als Studie in Abwesenheit dargestellt, wird es zu etwas, das einer Frage näher steht als einem Porträt, was gegenwärtig bleibt und was bereits verblasst. Das Horn, das bis zum äußersten Rand des Rahmens reicht, liest sich beinahe als letztes Zeichen hin zum Licht, als Weigerung, vollständig von der Dunkelheit verschluckt zu werden, die es umgibt.

Horn Rising From Silence setzt die Art with Void-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bilder durch Tiefe und Abwesenheit anstelle von Farbe oder Druck konstruiert werden. Es bittet den Betrachter, innezuhalten, zweimal hinzusehen und die Dunkelheit einen Teil der Arbeit übernehmen zu lassen.

Eine visuelle Sprache, in der Abwesenheit keine Leere ist, sondern Anwesenheit.

„Was die Stille hinterlässt, erhebt sich noch."

Mehr über den Künstler, den Prozess und die Materialien finden Sie auf der Seite Über uns.

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