Hands Crossed in Shadow
Hands Crossed in Shadow
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Hands Crossed in Shadow beginnt mit einer instinktiven Geste, die Arme nach innen gezogen, die Finger über die Brust gespreizt, als sollte etwas nah gehalten und in Sicherheit bewahrt werden. Der Körper erhebt sich aus fast völliger Dunkelheit, und nur die Hände und die Haut darunter fangen das Licht auf.
Im Zentrum des Bildes liegt ein stiller Widerspruch. Die Hände verbergen, doch gerade im Bedecken lenken sie den Blick genau auf das, was geschützt wird. Verletzlichkeit und Beherrschung sitzen gemeinsam in derselben Geste, ohne dass eine der beiden die Oberhand gewinnt.
Wie bei jedem Werk der Void series ist dieses Bild aus Tiefe und Abwesenheit aufgebaut, nicht aus Hinzufügung. Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Was erscheint, ist das Ergebnis kontrollierter Leerstellen in der Oberfläche, die Licht auffangen und freigeben, bis eine Form aus dem Dunkel entsteht.
Aus der Distanz eines Raumes betrachtet ist das Werk monumental und still, ein dunkles Quadrat, das eine einzige blasse Geste birgt. Tritt man näher heran, öffnet sich diese Stille zu einem Feld der Tiefe, wobei Textur auf- und abtaucht, je nachdem wie Auge und Licht sich verschieben.
Die gekreuzten Hände werden ebenso sehr zum Symbol wie zum Motiv, der Privatheit, die inmitten von Bloßstellung beansprucht wird, einer Grenze, die ohne ein Wort gezogen wird. Es ist ein Bild darüber, was ein Körper zu enthüllen wählt, und was er still für sich behält.
Hands Crossed in Shadow setzt die Art with Void series von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch Tiefe und Abwesenheit statt durch Farbe oder Druck aufgebaut wird. Eine visuelle Sprache, in der Abwesenheit keine Leere ist, sondern Anwesenheit. Dieses Werk ist einzigartig.
„Was die Hände verbergen, findet das Licht dennoch einen Weg, es zu sagen."
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