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Furrows Older Than the Tide

Furrows Older Than the Tide

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Das Gesicht erhebt sich aus dem Schwarz wie etwas, das das Meer endlich zurückgegeben hat. Ein Fischer, alt jenseits jeder Zählung, seine Stirn durchzogen von Furchen, die sich nicht mehr als Falten lesen, sondern als Gezeitenlinien, die Aufzeichnung von Jahrzehnten, die damit verbracht wurden, das Wetter im Wasser zu lesen. Der Bart fällt in denselben rastlosen Locken wie eine brechende Welle, und der Mund, verbraucht und lückenhaft, bewahrt die besondere Stille eines Mannes, der sein letztes Wort an den Horizont gesprochen hat.

Nichts hier wurde auf die Oberfläche gemalt, gedruckt oder mit Tinte aufgetragen. Die Ähnlichkeit ist allein aus der Tiefe geschnitten, eine kontrollierte Abwesenheit unter der Oberfläche, die das Licht die Arbeit tun lässt, die ein Pinsel nie hätte tun können. Gehen Sie daran vorbei, und das Gesicht löst sich im Schatten auf; kehren Sie zurück, und es sammelt sich wieder, immer ein wenig anders, als Sie es verlassen haben.

Vom anderen Ende des Raumes ist es monumental und still, eine Marmorpräsenz, die tausend Jahre in einem Küstenschrein hätte stehen können. Aus der Nähe zerfällt diese Stille in ein Feld aus Tiefe, Kamm um Kamm, der das Licht auffängt und freigibt, genau wie die Sonne die Oberfläche offenen Wassers auffängt und freigibt.

Unter dem Porträt befindet sich ein stilleres Sujet: was das Meer an einem Mann hinterlässt, der ihm sein ganzes Arbeitsleben schenkt. Die eingefallenen Wangen und die schweren, verwitterten Lider sprechen weniger von Alter als von Ausgesetztsein, von einem Körper, der durch etwas Größeres und Älteres als er selbst geformt wurde, so wie eine Küstenlinie durch die Gezeiten geformt wird und nicht durch eine einzige Welle.

Furrows Older Than the Tide setzt die Art with Void-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch Tiefe und Abwesenheit statt durch Farbe oder Druck aufgebaut wird. Dieses Werk ist ein Unikat.

„Manche Gesichter werden nicht gemeißelt. Sie werden ins Dasein verwittert."

Eine Bildsprache, in der Abwesenheit keine Leere ist, sondern Anwesenheit.

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