Fist Against the Dark
Fist Against the Dark
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Fist Against the Dark hält Freddie Mercury in genau jenem Augenblick fest, in dem eine Performance zur Abrechnung wird. Den Kopf nach hinten geneigt, eine Faust ins Schwarz gereckt, hat sich sein Körper fast der Dunkelheit um ihn herum ergeben. Nur das Gesicht, der Schnurrbart, das weiße Unterhemd und ein beleuchteter Arm bleiben übrig, Fragmente einer Präsenz, die zu groß ist, um vollständig gefasst zu werden.
Hier ist nichts hinzugefügt. Das Bild existiert, weil die Oberfläche abgetragen wurde. Kontrollierte Kratzer in Acrylglas werden zur einzigen Lichtspur in einem ansonsten vollständigen Schwarz, und es ist diese Abwesenheit, mehr als jedes Pigment es jemals könnte, die dem Porträt seine Ladung verleiht.
Während sich der Betrachter bewegt, bewegt sich das Werk mit ihm. Das Licht erfasst die Kratzer aus einem bestimmten Winkel und das Gesicht tritt in unverkennbarer Klarheit hervor, eine Verschiebung um wenige Grad und es beginnt sich wieder in das Dunkel aufzulösen, als ob der Moment selbst sich weigerte, stillzuhalten.
Von der anderen Seite des Raumes liest sich das Werk als monumental, eine einzige Geste des Trotzes, mitten in der Luft eingefroren. Treten Sie näher heran und diese Gewissheit weicht einem Feld feiner, bedachtsamer Spuren, jede mit ihrem eigenen Lichtschimmer, keine davon allein bedeutsam.
Es ist stimmig, einen Performer, der vollständig im Scheinwerferlicht der Bühne lebte, durch eine auf Dunkelheit und Verschwinden aufgebaute Technik darzustellen. Die erhobene Faust wird weniger zu einer Geste des Triumphs als des Widerstands, ein Körper, der darauf besteht, gesehen zu werden, selbst während er verschwindet.
Dieses Werk setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung statt durch Pigment oder Druck konstruiert wird. Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
„Selbst vom Dunkel verschluckt, bleibt die Faust erhoben."
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