Figures Cross the Girders
Figures Cross the Girders
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Die Stadt erhebt sich als Gitterwerk aus Trägern, Balken, die den Rahmen in jedem Winkel durchqueren, bis das Auge keinen Horizont mehr findet, nur Struktur. Eine einzelne Figur geht über einen hohen Träger, klein gegen die weite Geometrie, eine zweite steht beobachtend auf einem fernen Sims. Zwischen den Diagonalen hängt ein blasser Kreis wie ein Mond, der im Eisenwerk gefangen ist, die einzige weiche Form in einer Welt aus geraden Linien.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Die Stadt und ihre gehenden Figuren sind in die Oberfläche des Acrylglases geritzt, entstanden durch kontrollierten Oberflächenschaden statt durch Pigment oder Druck. Nichts wird auf die Oberfläche aufgetragen, das Bild entsteht aus dem, was weggenommen wurde, eine monumentale Struktur, die sich aus der Nähe in ein Feld kontrollierter Kratzer auflöst.
Das Bild ist stets vorhanden. Licht erzeugt es nicht, es schärft es. Unter direktem Licht fangen die Balken das Licht und reflektieren es, der Kontrast vertieft sich und die Träger scheinen von der Oberfläche abzuheben, während der blasse Kreis sein stilles Leuchten bewahrt. Es liest sich aus verschiedenen Winkeln unterschiedlich, ohne jemals das Bild zu verlieren.
Es gibt hier etwas vom alten konstruktivistischen Traum, die Stadt als Maschine, der Arbeiter als klein und heroisch gegen den Rahmen, den er gebaut hat. Die Figuren, die die Träger überqueren, tragen das gesamte emotionale Gewicht des Werkes, menschlicher Maßstab gegen monumentale Struktur, Bewegung gegen die feste Geometrie aus Stahl und Licht.
Figures Cross the Girders setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch kontrollierten Oberflächenschaden statt durch Pigment oder Druck aufgebaut wird. Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
Dieses Werk ist ein Unikat.
„Zwischen den Trägern geht eine kleine Figur weiter, und die Stadt hält rings um ihn den Atem an."
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