Elvis in Silver Light
Elvis in Silver Light
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Elvis in Silver Light hält einen einzigen Moment vor dem Ton fest. Die Augen sind geschlossen, die Lippen streifen kaum das Mikrofon, und die Hand, die um den Ständer gekrümmt ist, ist die einzige Gewissheit in einem Raum, der sich ansonsten im Schwarz aufgelöst hat. Die Bühne, die Menge, der Lärm, der ihn zur Legende machte, das alles ist verschwunden. Was bleibt, ist ein Gesicht, das zwischen der Stille und der ersten Note schwebt.
Das Porträt ist nicht gemalt oder auf die Oberfläche gedruckt. Es ist aus der Tiefe gebaut, aus dem, was weggenommen statt hinzugefügt wurde, sodass das Bild als ein Feld der Abwesenheit existiert, das das Auge von selbst vervollständigt. Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Nur die Oberfläche selbst, die die Form eines Mannes bewahrt, von dem die Welt glaubte, ihn bereits zu kennen.
Aus einiger Entfernung ist das Werk ruhig, fast still, eine dunkle Fläche mit einem einzigen Schimmer der Wiedererkennung. Treten Sie näher heran und diese Stille öffnet sich zu einem feinen Feld der Tiefe, das sich mit dem Licht um es herum und dem Winkel, aus dem es betrachtet wird, verschiebt. Das Porträt erscheint und verblasst, nie festgelegt, sich mit der Stunde und dem Auge verändernd, das ihm begegnet.
Elvis wird als Bewegung, Spektakel, als zum Mythos gewordener Klang in Erinnerung behalten. Hier ist er auf Atem und Konzentration reduziert, ein junger Mann allein mit einem Mikrofon, bevor der Lärm begann. Die Dunkelheit um ihn herum ist kein leerer Hintergrund, sondern das Gewicht von allem Unsichtbaren, den Jahren, die noch kommen sollten, der Stille, die folgte. Was das Licht zu enthüllen wählt, sagt ebenso viel wie das, was es zurückhält.
Elvis in Silver Light setzt die Art with Void-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch Tiefe und Abwesenheit statt durch Farbe oder Druck konstruiert wird.
Eine visuelle Sprache, in der Abwesenheit keine Leere ist, sondern Präsenz.
„Vor dem Ton gibt es nur Licht und Stille."
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