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Crowned and Forsaken

Crowned and Forsaken

Inkl. Steuern.

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Das Bieten endet am 18. July 2026 um 20:54

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Crowned and Forsaken ist ein zeitgenössisches Kunstwerk über Macht, Einsamkeit und das Gewicht, das eine Krone trägt, wenn niemand mehr da ist, um es zu bezeugen.

Der König steht allein. Kein Brett. Kein Gegner. Kein Spiel, das sich um ihn herum entfaltet. Eine einzige Lichtquelle fällt von einer Seite ein und modelliert die Silhouette aus tiefem Schwarz. Aus der Ferne wirkt die Figur monumental und beherrscht die Stille, die sie umgibt. Tritt man näher, wird die Oberfläche zu einem Feld kontrollierter Kratzer auf Acrylglas, und der König scheint sich wieder in das Material aufzulösen, aus dem er hervorgegangen ist.

Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Bild erscheint durch Wegnahme, durch kontrollierte Beschädigung der Oberfläche, die Licht einfängt und wieder freigibt, während sich der Betrachter bewegt, sodass die Figur zwischen Klarheit und beinaher Abwesenheit, zwischen Präsenz und Leere wechselt.

Im Schach ist der König zugleich die am besten geschützte und die am stärksten eingeschränkte Figur. Das gesamte Spiel ist darauf ausgerichtet, ihn stehen zu lassen, doch er kann sich nicht frei bewegen, kann sich nicht opfern, kann nur warten, standhalten und das Gewicht der Krone tragen. Diese Last wird hier zum Bild selbst. Autorität, ausgedrückt durch Schatten. Eine Silhouette, die nicht durch Stärke besteht, sondern durch Stille.

Crowned and Forsaken gehört zu A Game of Chess, einer Serie innerhalb von Art with Scratch von Tijs Dragtsma, in der Bilder durch kontrollierte Beschädigung der Oberfläche statt durch Pigment oder Druck entstehen und in der ebendiese Beschädigung zu einer Art wird, über Macht zu sprechen, nicht als etwas, das man beansprucht, sondern als etwas, das man trägt. Jedes Werk der Serie behandelt eine Schachfigur als Symbol: den König als Last, die Dame als Kraft, den Bauern als stilles Opfer. Dunkel, minimalistisch und filmisch stehen die Werke für sich und gehören zugleich zu einer größeren, stillen Geschichte.

Aus der Ferne eine einzelne Figur in einer Leere. Aus der Nähe eine Bildsprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.

„Ein König fällt nicht. Ihm geht einfach der Raum aus.“

Mehr über den Künstler, den Prozess und die Materialien finden Sie auf der Seite Über uns.

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