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Burden of Belonging

Burden of Belonging

Inkl. Steuern.

Manche Gewichte sind unsichtbar. Sie beugen nicht die Wirbelsäule und verlangsamen nicht den Schritt. Sie leben irgendwo zwischen Identität und Verpflichtung, zwischen dem Ort, von dem man kommt, und dem Selbst, das man vorwärts trägt. Burden of Belonging beginnt dort.

Eine Figur, die auf einem Block aus brutalistischem Beton sitzt, still und gefasst, mit einem Mond als Kopf. Auf den Schultern, in einem fast unmöglichen Gleichgewicht, ruht ein kleines weißes Haus. Die Komposition ist kalt und kinematografisch. Das Schwarz um die Figur ist absolut. Eine einzige Lichtquelle durchschneidet die Szene, isoliert das Wesentliche und lässt alles andere verschwinden.

Das Bild erscheint nicht durch Farbe, Tinte oder Druck. Es entsteht durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung auf Acrylglas. Aus der Ferne trägt die Figur ihr Gewicht mit stiller Gravität. Tritt man näher heran, öffnet sich das Bild zu einem Feld von Spuren, jede ein bewusster Akt der Entfernung. Die Figur existiert nur, weil die Oberfläche abgetragen wurde.

Das Haus auf den Schultern ist kein Zuhause im behaglichen Sinne. Es ist eine Geschichte. Eine Verantwortung. Das Gewicht des Ortes, zu dem man gehört, und ob Zugehörigkeit etwas Gewähltes oder etwas Geerbtes ist. Der Mondkopf entkleidet das Persönliche. Die Figur wird zu jedem. Die Last liest sich als universell.

Das Werk trägt die stille Logik von René Magritte, wo das Surreale nicht schockiert, sondern mit Präzision beunruhigt. Nichts hier ist unmöglich. Alles fühlt sich genau, beunruhigend richtig an. Eine Person. Ein Sitz. Ein Haus. Die unmögliche Stille, das alles zu tragen.

Burden of Belonging setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung anstatt durch Pigment oder Druck aufgebaut wird. Wenn das Licht sich verändert, bewegt sich die Figur zwischen Gewicht und Stille, zwischen Monument und intimem Detail. Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.

"Manche Dinge tragen wir. Manche Dinge tragen uns. Und manche können wir nicht mehr voneinander unterscheiden."

Mehr über den Künstler, den Prozess und die Materialien finden Sie auf der Seite Über uns.

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