Breath Held Below the Bow
Breath Held Below the Bow
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Sie erhebt sich aus dem Schwarz, von unterhalb des Bugs gesehen, das Kinn gehoben, die Augen geschlossen, gehalten in einem Schwall Gischt, der in der Luft um sie herum zu schweben scheint.
Das Gesicht und die Draperie, die über ihre Brust gekreuzt liegt, sind der Ort, an dem das Werk sein Gewicht versammelt, ein Feld feiner Kratzer, die eng genug beieinander gezogen wurden, um als Haut, als Stoff, als die Ruhe ihres Ausdrucks lesbar zu sein. Weiter außen, zu den Schultern und der Gischt selbst hin, lockern sich die Spuren, streuen sich und geben sich dem umgebenden Dunkel zurück.
Nichts vom Schiff bleibt. Kein Holz, keine Wasserlinie, kein Horizont. Nur sie wird bewahrt, schwebend in dem Augenblick, bevor das Wasser wegsackt, der Atem eingehalten unter dem Bug.
Dies ist die Sprache der Void-Serie. Das Bild ist aus Tiefe und Abwesenheit aufgebaut, nicht aus Hinzufügung. Keine Farbe, kein Druck, keine Tinte formt sie, nur die eigene stille Anordnung von Präsenz und Zurückhaltung auf der Oberfläche, erscheinend und wieder verblassend mit Licht, Kontrast und dem Ort, an dem der Betrachter steht.
Aus der Distanz eines Raumes liest sich das Werk als Stille, eine blasse Figur, die im Schwarz schwebt. Tritt man näher heran, löst sich diese Stille in ein Feld der Tiefe auf, jede Spur hält ihren Platz in der Strömung, die sie umgibt.
Die Aufgabe einer Galionsfigur war immer, zu wachen, ohne gesehen werden zu müssen beim Schauen, die Hoffnung eines Schiffes durch Wasser zu tragen, das ebenso gut alles zurücknehmen konnte. Die Augen geschlossen, hält sie diese Wacht noch immer, der Atem angehalten mitten auf der Überfahrt.
Diese Arbeit setzt die Art with Void-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache aus Tiefe und Abwesenheit statt aus Farbe oder Druck konstruiert wird. Eine visuelle Sprache, in der Abwesenheit keine Leere ist, sondern Präsenz.
„Sie hält ihren Atem, und das Meer bewahrt seine Stille."
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