Arms That Remember
Arms That Remember
Arms That Remember ist ein zeitgenössisches Kunstwerk über Trauer, Erinnerung und den Körper, der festhält, lange nachdem der Geist losgelassen hat.
Die Figur steht in einer tiefen Leere. Eine weibliche Gestalt, still und reglos, hält etwas an ihre Brust, das das Auge nicht finden kann. Kein Kind ist zu sehen. Und doch erinnern sich die Arme. Sie krümmen sich nach innen. Sie schließen sich. Sie halten, mit der Gewissheit von etwas, das einst wirklich war und nun nur noch im Körper selbst getragen wird.
Risse ziehen sich durch die Arme und das Gesicht. Nicht als Beschädigung, sondern als Zeugnis. Als das Zeichen der Zeit, des Gewichts, all dessen, was einst an diese Brust gedrückt wurde und nicht mehr da ist. Die Oberfläche bricht dort, wo das Halten am schwersten war.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Bild entsteht durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung auf Acrylglas. Nur Wegnahme. Nur Subtraktion. Licht wandert über das Werk und verändert, was zu sehen ist, holt die Figur hervor und lässt sie wieder zurückweichen, im einen Moment anwesend und im nächsten beinahe abwesend. Aus der Ferne ist sie monumental und still. Treten Sie näher, und die Oberfläche öffnet sich zu einem Feld kontrollierter Kratzer, in dem jede Markierung Teil der Struktur ist, die sie wirklich macht.
Dieses Werk setzt die Reihe Art with Scratch von Tijs Dragtsma fort, in der das Bild durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung statt durch Pigment oder Druck aufgebaut wird. Eine Bildsprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
„Manche Dinge werden so lange gehalten, dass die Arme vergessen, wie man sich öffnet.“
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