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Armor Scratched Into Being

Armor Scratched Into Being

Inkl. Steuern.

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"Armor Scratched Into Being" beginnt in absolutem Schwarz, der Art von Dunkelheit, in der ein Krieger verschwinden könnte, sobald die Schlacht vorbei ist. Aus dieser Leere nimmt ein Torso Gestalt an: ein verbeulter Brustpanzer, ein Helm mit Kamm, eine Schulter aus überlappenden Platten, die das Licht einfangen und festhalten. Es ist kein Porträt eines Mannes. Es ist ein Porträt davon, wie Schutz aussieht, nachdem er auf die Probe gestellt wurde.

Die Rüstung kommt nicht vollständig an. Eine Schulterplatte fehlt, ihr Platz eingenommen vom selben Dunkel, das die Figur umgibt, als hätte das Nichts sie selbst beansprucht. Was bleibt, liest sich in Graten und Nieten, in der Falte von Metall über Metall, jede Form aus dem Schwarz herausgehoben durch ein Feld feiner Kratzer, anstatt darauf gelegt zu werden.

Es liegt eine stille Symbolik in einer Rüstung, die bis zu diesem Zustand abgenutzt ist. Sie bedeutete einst Stärke, Rang, das Versprechen des Überlebens. Hier bedeutet sie etwas, das der Erinnerung näherkommt, die Aufzeichnung von Einschlägen, die lange nach dem Kampf selbst auf der Oberfläche erhalten bleibt. Schaden wird zu genau dem, was die Figur sichtbar macht.

Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Bild ist in die Oberfläche des Acrylglases gekratzt, geformt durch kontrollierten Oberflächenschaden dort, wo das Metall glänzen soll, und unberührt gelassen dort, wo das Dunkel halten soll. Nichts wird hinzugefügt. Alles, was Sie sehen, ist das, was weggenommen wurde.

Das Bild ist immer präsent, bei Tageslicht oder im Schatten. Licht erschafft es nicht. Es schärft es, zieht den Brustpanzer nach vorne und lässt die fehlende Schulter tiefer ins Schwarz zurückweichen. Von der anderen Seite des Raumes liest sich die Figur als monumental, eine einzige gepanzerte Präsenz, die ihre Position im Dunkeln hält. Aus der Nähe löst sie sich in ein Feld einzelner Spuren auf, eine durch Abtragung gebaute Oberfläche, nicht durch Addition.

"Armor Scratched Into Being" setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildmaterial durch kontrollierten Oberflächenschaden anstatt durch Pigment oder Druck konstruiert wird. Eine visuelle Sprache, in der Schaden keine Zerstörung ist, sondern Struktur.

"Was Sie schützt, kann auch von dem abgetragen werden, wovor es Sie schützt."

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