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Aperture of Control

Aperture of Control

Inkl. Steuern.

Demnächst in Auktion

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Aperture of Control beginnt in der Dunkelheit, mit einer einzelnen Figur, die schweigend sitzt. Er ist in jeder Hinsicht ein Regisseur, der maßgeschneiderte Anzug, die Fassung, die Stille von jemandem, der ein Leben lang beobachtet hat, anstatt beobachtet zu werden. Heute Nacht sind die Rollen vertauscht.

Er hält einen leeren Filmrahmen vor sein Gesicht. Kein Film läuft hindurch, kein Bild wird projiziert, nur ein Auge durch die Öffnung sichtbar, das den Betrachter so studiert, wie er eine Szene studieren würde, bevor er sie für abgeschlossen erklärt. Der Rahmen ist leer, doch er ist das eindrucksvollste Objekt im Raum.

Dieses Werk ist weder gemalt noch gedruckt. Es existiert durch kontrollierte Kratzer, die direkt in Acrylglas eingearbeitet wurden, dasselbe Prinzip, das durch die gesamte Serie zieht. Das Bild wird nicht der Oberfläche hinzugefügt, es wird ihr entnommen. Das Licht findet die Spuren und gibt die Figur frei, dann verschiebt sich das Licht und er zieht sich zurück ins Dunkel, als ob der Rahmen selbst entscheidet, wann er gesehen werden darf.

Aus der Distanz liest sich das Werk als ein einziges monumentales Porträt, gefasst und gewiss. Tritt man näher heran, löst sich diese Gewissheit in ein ruhiges Feld aus kontrollierten Oberflächenschäden auf, unzählige individuelle Entscheidungen, die erst dann zu einem Gesicht werden, wenn das Auge wieder zurücktritt. Diese Spannung zwischen Autorschaft und Illusion, zwischen dem, was gezeigt wird, und dem, was zurückgehalten wird, ist das eigentliche Thema des Werks.

Der leere Rahmen wird zu einer Frage über Kontrolle selbst. Wer lenkt das Bild, der Mann dahinter oder das Licht, das ihn enthüllt. Aperture of Control setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch kontrollierte Oberflächenschäden statt durch Pigment oder Druck konstruiert wird. Eine visuelle Sprache, in der Schaden keine Zerstörung ist, sondern Struktur.

„Der Rahmen ist leer. Das Auge nicht."

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