A Wink at the Universe
A Wink at the Universe
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A Wink at the Universe nimmt das am häufigsten reproduzierte Gesicht des zwanzigsten Jahrhunderts und zieht es zurück auf einen einzigen, unwiederholbaren Augenblick. Nah ausgeschnitten, die Zunge herausgestreckt, die Augen halb geschlossen vor Schelmerei, ist dies Einstein, eingefangen nicht als Symbol des Genies, sondern als ein Mann, der von seiner eigenen Respektlosigkeit begeistert ist.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Die Ähnlichkeit ist in die Oberfläche des Acrylglases geritzt, aufgebaut durch kontrollierte Kratzer, anstatt durch etwas, das darauf aufgetragen wurde. Das Bild existiert, weil Material entfernt wurde, nicht hinzugefügt, ein Porträt, das durch Subtraktion entstanden ist.
Das wilde Haar wird in Ausbrüchen strahlend weißer Striche dargestellt, energisch und rastlos, während die Schatten drumherum in ein absolutes Schwarz verschwinden. Es gibt hier keine Grauverläufe, nur das scharfe Aufeinandertreffen von Licht und Leere, was dem Gesicht eine Rauheit verleiht, die ein Foto nie ganz zulässt.
Aus der Entfernung liest sich das Porträt als sofort erkennbar, eine Geste, ein Augenzwinkern an die Welt. Tritt man näher heran, löst sich diese Gewissheit in einem Feld von Kratzern auf, jeder ein Teil einer Oberfläche, die sich nie ganz in einem einzigen Strich auflöst.
Das Bild ist immer gegenwärtig, mit oder ohne direktes Licht. Das Licht erschafft es nicht. Es schärft es, vertieft den Kontrast und lässt das geritzte Haar aufnehmen und aufflackern, sodass das Werk aus jedem Winkel anders gelesen wird, ohne sich je zu verlieren.
Unter dem Humor verbirgt sich etwas Ernsthafteres. Ein Geist, der in der Lage war, das Universum neu zu schreiben, entschied sich auf diesem einzigen Foto, bewusst albern zu sein, und diese Entscheidung sagt ebenso viel über Freiheit und Selbstvertrauen aus wie jede Gleichung.
A Wink at the Universe setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildmotive durch kontrollierte Oberflächenbeschädigungen anstatt durch Pigment oder Druck aufgebaut werden, eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
„Selbst der ernsthafteste Geist der Geschichte wusste, wann er die Zunge herausstrecken sollte."
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