A Turret Sleeps in Undergrowth
A Turret Sleeps in Undergrowth
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Ein kleiner Spielzeugpanzer, wie er einst auf dem Regal eines Kindes stand oder über einen Schlafzimmerboden geschoben wurde, den Turm gehoben, als wäre er noch auf Posten. In diesem neuen Werk ruht er anders, nicht mit Farbe gezeichnet, sondern indem Material abgetragen wurde, sodass seine gesamte Flanke unter einem Mantel aus Grün schläft.
Der Rumpf, die Ketten, der lange aufgerichtete Lauf behalten nur das, was das Licht braucht, um sie zu beschreiben. Schwere Konturlinien halten die Form zusammen, und grobe Felder feiner Markierungen stehen für den Schimmer, den ein echter Panzer abwerfen würde, der sich nur auf der Seite sammelt, die eine tiefe Sonne träfe. Alles andere, die Unterseite des Turms, die beschattete Flanke, ist reines Schwarz belassen, eine Silhouette, die das Auge aus der Erinnerung heraus vervollständigt, nicht aus gegebenen Informationen.
Die Farbe ist kein Schmuck. Grün ist die Farbe des Unterholzes, in dem diese kleine Maschine dazu gebaut wurde, zu verschwinden, die Farbe der Tarnung und der Dinge, die lange genug draußen gelassen wurden, um vom Gras zurückgefordert zu werden. In tiefgrünes farbiges Spiegelglas geritzt, scheint der Spielzeugpanzer genau dort zur Ruhe gekommen zu sein, wohin er immer unterwegs war, halb versunken in einem Feld feiner, loser Markierungen, die an seinen Ketten als Gras gelesen werden.
Ringsum dringt der Raum weiter ein. Wände, Spots, ein niedriger Sockel, wer auch immer vor dem Werk steht, alles bewegt sich auf der grünen Fläche zwischen den Kratzern, sodass die Galerie zum Feld wird, in dem der Panzer schläft. Der Betrachter schaut nicht von außen auf das Werk; dort zu stehen, in diesem Moment, ist Teil des Bildes.
Das Bild ist immer in der Oberfläche vorhanden, mit oder ohne direktes Licht. Was sich ändert, ist nur die Tiefe des Spiegelbildes darum herum: unter stärkerem Licht vertieft sich der Kontrast und die Markierungen fangen mehr Helligkeit auf und halten sie fest, doch der Panzer erscheint nicht und verschwindet nicht, und er ist nicht auf den Blickwinkel des Betrachters angewiesen, um zu existieren. Licht erzeugt das Bild nicht. Es schärft es.
Dieses Werk setzt die Art on Mirror-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der geritzte Bildmotive in farbiges Spiegelglas eingearbeitet sind und der Betrachter Teil des Werkes wird. Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur, und in der der Spiegel das Schauen in Teilnahme verwandelt.
„Selbst eine Maschine kann schlafen, wenn das Gras erst wieder über sie gewachsen ist."
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