A Trail Fading Into Black
A Trail Fading Into Black
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Ein einzelner Eisbär überquert ein Feld, das vollständig schwarz geworden ist, seine weiße Gestalt die einzige Lichtquelle in einer kahl gewordenen Landschaft. Hinter ihm verläuft eine Reihe von Pfotenabdrücken, die bereits zurückgelegte Distanz nachzeichnend, immer schwächer werdend, je weiter sie zurückreichen zum letzten Streifen Schnee, bis selbst diese Erinnerung von der Dunkelheit verschluckt wird.
Es liegt etwas still Verheerendes darin, wie klein der Bär gegenüber so viel Leere wirkt. Dies ist keine Jagd und keine Ankunft, es ist ein Durchgang, eine Gestalt, die sich durch eine Welt bewegt, die keine Orientierungspunkte bietet und kein Versprechen darüber, was voraus liegt. Der Titel, A Trail Fading Into Black, spricht diesen Zustand direkt an, die Art, wie ein Weg hinter einem verschwindet, auch während man ihn weitergeht, und die stille Entschlossenheit, die es erfordert, trotzdem weiterzumachen.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Der Bär, sein schwacher Schatten, die Spur, die sich im Nichts auflöst, all das ist in die Oberfläche des Acrylglases durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung gekratzt. Nichts hier wird auf die Oberfläche aufgetragen, es entsteht durch Wegnehmen, Spur für Spur, bis ein Bild aus dem hervortritt, was entfernt wurde, und nicht aus dem, was hinzugefügt wurde.
Das Bild ist jederzeit vorhanden, bei jedem Licht. Was sich verändert, ist, wie vollständig es sich zeigt. Im direkten Licht fangen die kontrollierten Kratzer es ein und halten es fest, der Kontrast vertieft sich, und die Leere um den Bären herum erhält ein Gewicht, das sie unter flacheren Bedingungen nicht trägt. Das Licht erschafft dieses Bild nicht. Es schärft es. Gehen Sie an dem Werk vorbei, und es liest sich aus jedem Winkel anders, ohne dass der Bär oder seine Spur die Oberfläche jemals verlassen.
Von der anderen Seite eines Raumes verdichtet sich das Werk zu einer einzigen, monumentalen Geste, einer weißen Figur, die in einem Ozean aus Schwarz schwebt. Treten Sie näher heran, und diese Dunkelheit zerfällt in ein Feld aus unzähligen einzelnen Kratzern, eine Oberfläche, die sich erst aus einer bestimmten Entfernung zu einem Bild auflöst, ähnlich wie die Spur selbst erst dann einen Sinn ergibt, wenn man weit genug zurücktritt, um zu sehen, wo sie gewesen ist.
A Trail Fading Into Black setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildmotive durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung statt durch Pigment oder Druck konstruiert werden. Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur.
"Selbst dort, wo die Spur endet, bleibt die Richtung."
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