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A Torque Held in Stone

A Torque Held in Stone

Inkl. Steuern.

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A Torque Held in Stone eröffnet mit einer einzigen Bewegung, eingefangen und festgehalten. Ein erwachsener männlicher Torso dreht sich gegen streifendes Seitenlicht, Muskeln und Sehnen treten in scharfes Relief hervor, als ob der Körper mitten in einer Geste gewesen wäre, als er plötzlich und dauerhaft zur Ruhe gebracht wurde. Die Pose trägt das Gewicht der Bildhauerei alter Meister, eine Figur, die nicht als Anatomie, sondern als Architektur dargestellt ist, Stein, der für einen Moment zu atmen scheint.

Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Bild ist in die Oberfläche des Acrylglases geritzt, aufgebaut durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung statt durch Pigment. Jede Muskelpartie, jeder Schattenfall, existiert, weil etwas weggenommen, nicht hinzugefügt wurde, ein Bild, das durch Wegnehmen entsteht.

Das Bild ist stets präsent, in weichem Raumlicht oder ganz ohne Licht. Das Licht erschafft es nicht. Das Licht schärft es. Unter einer einzigen harten Lichtquelle von oben fangen die Kratzer das Licht ein und halten es fest, und der Kontrast vertieft sich, bis die Figur eher an gemeißelten Stein als an eine Fotografie erinnert. Aus einem anderen Winkel betrachtet kehrt derselbe Torso zur Stille zurück, ohne je seine Form zu verlieren.

Von der anderen Seite des Raums wirkt der Körper monumental, eine einzige gedrehte Masse, schwebend in einem reinen schwarzen Feld, der negative Raum um sie herum drängt sich nah heran. Tritt man näher heran, öffnet sich diese Masse zu einem Feld kontrollierter Kratzer, einer Oberfläche, die erst wieder zur Form wird, wenn man zurücktritt.

Im Titel selbst ist eine Spannung angelegt. Torque ist Kraft in Bewegung, eine Drehung kurz vor dem Loslassen. Stein ist Stille, etwas bereits Festgesetztes und Unbewegliches. Dieses Werk hält beides zugleich, einen Körper in der Schwebe zwischen Anstrengung und Ruhe, zwischen dem Augenblick, in dem ein Muskel sich zusammenzieht, und dem Augenblick, in dem er erinnert wird.

A Torque Held in Stone setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildmaterial durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung statt durch Pigment oder Druck aufgebaut wird. Eine Bildsprache, in der Beschädigung keine Zerstörung, sondern Struktur ist.

„Der Körper erinnert sich, was der Stein nicht vergessen kann."

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