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A Swell Drawn in Stripes

A Swell Drawn in Stripes

Inkl. Steuern.

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Die Wellen in diesem Werk brechen nie. Sie falten sich, erheben sich, ergeben sich der nächsten Dünung, und jeder Kamm ist nicht mit einem Pinsel gezogen, sondern mit einer Linie, die weggenommen statt aufgetragen wurde. Aus der Ferne liest sich die Oberfläche wie eine Fotografie des Meeres bei Morgengrauen, voller Bewegung und Schwere. Treten Sie näher heran, und dieses Meer löst sich in etwas völlig anderes auf, ein Feld kontrollierter Kratzer auf Acrylglas, jeder einzelne mit derselben Geduld gesetzt, die eine Küste braucht, um Sand zu formen.

Diese Verdopplung ist der stille Trick des Werkes. Wasser hat keine feste Form, es leiht sich stets die Gestalt dessen, was sich durch es bewegt, und hier gilt dasselbe für das Bild selbst. Die Streifen biegen und komprimieren sich so, wie Licht sich über eine Dünung biegt, sodass das Auge immer wieder Tiefe rekonstruiert, die gar nicht wirklich vorhanden ist, nur Linie für Linie, gebogen in Richtung einer Illusion von Volumen.

Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Bild ist in die Oberfläche des Acrylglases geritzt, zu jeder Stunde des Tages und bei jeder Art von Licht präsent. Unter einer Lampe oder in Fensternähe fangen die Kratzer das Licht und reflektieren es, der Kontrast vertieft sich, die Wellen scheinen sich ein wenig weiter von der Oberfläche zu heben. Licht erschafft dieses Bild nicht. Es schärft es, so wie die Morgensonne die Küstenlinie schärft, ohne sie zu erfinden.

Von vorne betrachtet ist die Komposition fast meditativ, eine Studie in Rhythmus und Wiederholung. Aus einem Winkel lesen sich dieselben Wellen anders, die Kämme ziehen sich zu Ihnen hin, während die Täler im Schatten versinken, und das Gefühl einer lebendigen, atmenden Oberfläche kehrt zurück. Es ist ein Werk, das einen zweiten und einen dritten Blick belohnt, so wie es der Ozean tut.

A Swell Drawn in Stripes setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bilder durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung anstelle von Pigment oder Druck aufgebaut werden. Hier wird derselbe Akt des Entfernens zu einer Studie des Wassers selbst, etwas, das vollständig aus dem aufgebaut ist, was weggenommen wurde, und dennoch auf irgendeine Weise lebendiger dafür.

Dieses Werk ist ein Unikat.

"Manche Dinge entstehen durch Hinzufügen. Dieses entstand durch Wegnehmen, Welle für Welle."

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