A Stairway Cut From Void
A Stairway Cut From Void
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Eine Treppe, von jedem Boden losgelöst, hängt diagonal über einem Feld aus absolutem Schwarz. Sie biegt sich einmal, ändert die Richtung und steigt weiter, eine Reihe einsamer Gestalten mit sich tragend, die innerhalb des Rahmens nie ganz irgendwo ankommen.
Es gibt keinen Boden unter der Treppe, keine Wand, keinen Horizont, nur weißen Stein und schwarzes Nichts. Jede Gestalt geht allein, mit Abstand zur nächsten, einen Schatten hinter sich in das Dunkel ziehend. Manche steigen. Manche halten mitten in einem Schritt inne. Keine sieht zur anderen hin.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Die Treppe und ihre Wanderer existieren, weil die Oberfläche selbst abgetragen wurde: kontrollierte Kratzer, die direkt in die Oberfläche des Acrylglases eingearbeitet wurden, bis diese Struktur aus dem hervortrat, was übrig bleibt.
Das Bild ist immer präsent, bei Tageslicht wie im Schatten. Licht erzeugt es nicht. Es schärft es. Bei direktem Licht fangen die Kratzer den Schein ein und halten ihn fest, der Kontrast vertieft sich, und das Werk liest sich aus jedem Winkel anders, ohne je seine Form zu verlieren.
Vom anderen Ende eines Raums löst sich die Treppe in einen einzigen, kontinuierlichen, monumentalen Aufstieg auf, der in der Dunkelheit schwebt. Aus der Nähe zerfällt diese Gewissheit in ein stilles Feld kontrollierter Oberflächenbeschädigung, jede Spur für sich still, für die Struktur als Ganzes wesentlich.
Es ist ein alter, vertrauter Schmerz, in weißem Stein und Leere dargestellt: das Gefühl zu steigen, ohne zu wissen, was oben wartet, in Gesellschaft anderer, die am Ende jeder vollständig allein geht. Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur. Dieses Werk setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildsprache durch kontrollierte Oberflächenbeschädigung anstatt durch Pigment oder Druck aufgebaut wird.
„Alle steigen. Niemand steigt gemeinsam."
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