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A Galleon Swallowed by Foam

A Galleon Swallowed by Foam

Inkl. Steuern.

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Eine spanische Galeone lehnt sich schwer in die Dunkelheit, ihre Segel aufgerissen von einem Wind, der ihr Schicksal bereits besiegelt hat. Über ihr erhebt sich eine Wand aus weißem Wasser höher als ihre Masten, festgehalten im Moment bevor sie bricht. Ein Blitz spaltet den schwarzen Himmel hinter ihr, eine einzige Ader aus Licht in einer ansonsten totalen Finsternis.

Das eigentliche Sujet ist nicht das Schiff. Es ist der Moment, dem jede Reise letztlich begegnet, der Punkt, an dem menschlicher Ehrgeiz, all das Holz und das Tauwerk und die sorgfältige Navigation, an etwas gemessen wird, das nicht verhandelt. Die Galeone ist auch hier stolz, Flaggen noch gehisst, doch die Welle kümmert das nicht.

Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Der Sturm, der Schaum und das Schiff, das gegen das Meer ankämpft, sind alle aus kontrollierten Kratzern aufgebaut, die in die Oberfläche des Acrylglases gearbeitet wurden. Das Bild wird nicht auf die Oberfläche aufgetragen, es ist in sie geritzt, entfernt statt hinzugefügt, so wie das Wetter die Gewissheit einer Besatzung nimmt, die glaubte, das Meer zu kennen.

Das Bild ist stets gegenwärtig, bei jedem Licht. Direktes Licht beschwört es nicht herauf, und dessen Abwesenheit verbirgt es nicht. Was sich ändert, ist die Tiefe: unter stärkerem Licht fängt der Schaum das Licht und reflektiert es, der Kontrast vertieft sich, die Welle scheint an Gewicht zu gewinnen und der Blitz scheint sich zu bewegen. Licht erzeugt das Bild nicht. Es schärft es.

Von der anderen Seite des Raumes liest sich das Werk als ein einziger dramatischer Moment, ein Schiff kurz davor, vom Meer verschluckt zu werden. Tritt man näher heran, löst sich diese Gewissheit in ein Feld kontrollierter Oberflächenbeschädigungen auf, das erst wieder als Galeone und Welle lesbar wird, sobald man zurücktritt.

A Galleon Swallowed by Foam setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildwelten durch kontrollierte Oberflächenbeschädigungen statt durch Pigment oder Druck konstruiert werden. Eine visuelle Sprache, in der Beschädigung keine Zerstörung ist, sondern Struktur. Dieses Werk ist ein Unikat.

„Das Meer zerstört das Schiff nicht. Es offenbart, worauf das Schiff stets zugesegelt ist."

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