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A Face Claims the Dark

A Face Claims the Dark

Inkl. Steuern.

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Ein Gesicht beansprucht das Dunkel, bevor es irgendetwas anderes beansprucht. Auf einem Grund aus Schwarz und leuchtendem Silber tritt eine halbe Physiognomie hervor: eine Braue, ein Wangenknochen, der Mundwinkel einer Mundes, der längst genau entschieden hatte, was er tun würde. Das ist der Joker aus der Nähe gesehen, zu nah für Behagen, dargestellt nicht als Kostüm, sondern als Gesicht, das aufgehört hat zu versuchen, normal zu werden.

Das Make-up hier ist unvollkommen, menschlich, getragen eher als aufgemalt. Das Lächeln ist die ganze Geschichte. Es liest sich nicht als Dekoration, es liest sich als Entscheidung, der Moment, in dem eine Person Demütigung und Entfremdung in eine Darbietung verwandelt, von der niemand den Blick abwenden kann. Wut wird zum Panzer. Wunden werden zum Spektakel. Was Scham hätte bleiben können, wird stattdessen als eine neue Art von Macht in Szene gesetzt.

Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Das Gesicht ist vollständig durch Abtragung aufgebaut, aus dem Acrylglas durch kontrollierte Kratzer herausgearbeitet, die skulpturales Detail in Wangenknochen, Braue und Grinsen einkerben und die umgebende Dunkelheit unberührt und gewaltig lassen.

Das Bild ist stets präsent, sichtbar auch ohne direktes Licht. Licht erschafft es nicht, es schärft es: unter einer direkten Lichtquelle vertieft sich das Silber und der Kontrast zieht sich zusammen, und das Werk liest sich aus verschiedenen Winkeln unterschiedlich, ohne jemals das Gesicht in seinem Zentrum zu verlieren.

Von der anderen Seite des Raums hält das Porträt als eine einzige monumentale Geste, ein Gesicht, das sich selbst aus dem Schwarz zieht. Aus der Nähe löst es sich in ein Feld kontrollierter Oberflächenschäden auf, das sich erst wieder zu einem Lächeln fügt, sobald man zurücktritt und dem Auge die Arbeit überlässt.

A Face Claims the Dark setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bilder durch kontrollierte Oberflächenschäden statt durch Pigment oder Druck aufgebaut werden. Eine visuelle Sprache, in der Schaden keine Zerstörung ist, sondern Struktur. Teil einer limitierten Auflage von 10.

„Die Wunde war nie verborgen. Sie bekam einfach ein Lächeln zum Tragen."

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