A Disc Fraying Into Light
A Disc Fraying Into Light
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Eine einsame Gestalt steht mit dem Rücken zu uns, einem Lichtkreis zugewandt, der sich aufzulösen scheint. Er bewegt sich nicht. Der Augenblick hält den Atem an.
Die Scheibe hinter ihm ist nicht massiv. Sie ist vollständig aus Tiefe und Abwesenheit aufgebaut, ein Feld einzelner Punkte, das sich am Scheitelpunkt zu Helligkeit verdichtet und sich, Reihe für Reihe, zu verstreuten Fragmenten hin zu ihrem unteren Rand verdünnt, als würde das Licht selbst an der Naht, wo es ihn berührt, ausfransen.
Er ist die einzige wahre Leere im Werk, eine Silhouette, getragen von dem, was ausgelassen wurde, und nicht von dem, was hinzugefügt wurde. Keine Linie zeichnet seine Schultern, keine Kontur für sein Gewand. Er existiert, weil das Lichtfeld um ihn herum sich weigert, diesen Raum zu betreten, und in dieser Verweigerung wird er gegenwärtig.
Dieses Werk setzt die Art with Void-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bilder durch Tiefe und Abwesenheit statt durch Farbe oder Druck aufgebaut werden.
Als Ganzes gelesen trägt das Werk eine alte, stille Spannung: Gelassenheit angesichts der Auflösung. Der Kreis hinter der Figur kann als Sonne, Mond oder Erinnerung gelesen werden, der in horizontale Fragmente zerfällt, so wie Gewissheit unter Druck zerbricht, während die Figur selbst ruhig, aufrecht und unberührt vom Ausfransen hinter ihr bleibt.
Von der anderen Seite des Raums liest sich das Werk als eine einzige monumentale Scheibe und eine einzige stille Form, ruhig und vollständig. Treten Sie näher heran, verändern Sie das Licht, verschieben Sie den Betrachtungswinkel, und die Oberfläche öffnet sich in dasselbe Feld der Tiefe, Punkt für Punkt, so wie Gegenwärtigkeit selbst ihre Struktur nur bei genauer Aufmerksamkeit enthüllt.
Eine visuelle Sprache, in der Abwesenheit keine Leere ist, sondern Gegenwart.
"Stille, gehalten am Rand des Ausfransens."
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