A Cluster of Borrowed Faces
A Cluster of Borrowed Faces
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Eine Figur steht vor einer Reihe geschlossener Türen, eine Hand greift bereits nach dem nächsten Griff. Doch der Kopf über dieser Hand ist kein einzelnes Gesicht. Es ist ein Cluster weißer Masken, übereinandergestapelt und überlappend, jede mit einem anderen Ausdruck, ruhig, amüsiert, distanziert, unlesbar. Welches Gesicht durch die Tür treten wird, ist noch nicht entschieden.
Keine Farbe. Kein Druck. Keine Tinte. Jede Maske, jede Falte des Stoffes, jede geschlossene Tür ist in die Oberfläche des Acrylglases geritzt, aufgebaut durch kontrollierten Oberflächenschaden anstelle von Pigment oder Druck.
Das Bild ist immer präsent, sichtbar selbst in einem stillen, unbeleuchteten Raum. Unter direktem Licht fangen die Kratzer Licht auf und reflektieren, der Kontrast vertieft sich, die Gesichter treten aus dem Dunkel hervor. Es liest sich aus jedem Winkel anders, ohne jemals das Bild zu verlieren. Licht erschafft das Bild hier nicht. Es schärft es.
Von der anderen Seite des Raumes liest sich das Werk als eine dunkle, monumentale Form, eine Figur, die mitten in einer Entscheidung gefangen ist. Tritt man näher, löst sich diese Gewissheit in ein Feld feiner Kratzer auf, in eine Menge individueller Gesichter, von denen keines zu dem Körper darunter gehört.
Das Sujet ist eine vertraute Art von Performance, die Auswahl eines Ausdrucks, der vor dem Öffnen der nächsten Tür getragen werden soll: professionell, warm, reserviert, amüsiert, welches Gesicht der Raum auch immer zu verlangen scheint. Die Masken sind weniger eine Verkleidung als eine Garderobe, so oft getragen und gewechselt, dass die Person darunter schwer zu finden wird.
A Cluster of Borrowed Faces setzt die Art with Scratch-Serie von Tijs Dragtsma fort, in der Bildmotive durch kontrollierten Oberflächenschaden anstelle von Pigment oder Druck aufgebaut werden.
"Jede Tür stellt dieselbe stille Frage: Welches Gesicht ist wirklich Ihres?"
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